Bei der neuesten generativen KI-Initiative von Coca-Cola dreht sich alles um festliche Kundenbindung

By | December 14, 2023

Generative KI verändert die Art und Weise, wie Marken mit Verbrauchern interagieren. Ein aktuelles Beispiel ist die innovative Weihnachtskartenkampagne von Coca-Cola.

Dies ist nicht die erste generative KI-Initiative des Erfrischungsgetränkeriesen. Zuvor wurde die atemberaubende Masterpiece-Werbung produziert, die einige der berühmtesten Kunstwerke der Welt vor unseren Augen zum Leben erweckte. Außerdem wurde Coke Studio ins Leben gerufen, um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, die Erstellung von KI-Musik zu erleben.

Die neueste Initiative hat jedoch einen angemessen festlichen Charakter. Besucher der Create Real Magic-Website können mithilfe generativer Tools, die auf dem Dall-E-Bildgenerator und dem GPT-4-Sprachmodell basieren, ihre eigenen Karten zum Thema Kokain erstellen und diese an Freunde und Familie senden.

Entscheidend ist, dass Coca-Cola den Benutzern Markenelemente, einschließlich des ikonischen Logos und der Glasflasche, zusammen mit der uneingeschränkten Erlaubnis zur Verfügung stellt, diese nach Belieben des Benutzers zu verwenden.

Festliche Stimmung

Ich habe kürzlich mit Selman Careaga, dem Präsidenten der globalen Coca-Cola-Kategorie von Coca-Cola, gesprochen, der mir einen Einblick in die Ziele der Kampagne gab.

Er erzählte mir, dass der Einsatz neuer Technologien nicht nur in die mehr als 130-jährige Tradition des Unternehmens passt, aufmunternde, optimistische und familienfreundliche Botschaften zu schaffen, sondern sich auch als äußerst effektiv bei der Förderung des Engagements erwiesen hat.

Careaga sagte: „Ich denke, wir fügen eine Innovationsebene hinzu, die für die Menschen spannend ist und es den Menschen gleichzeitig ermöglicht, mit der Marke zu spielen – indem wir die Marke einfach loslassen und sehen, wie die Menschen darauf reagieren.“

Obwohl diese Aktion gerade erst gestartet wurde und keine echten Kennzahlen vorliegen, die ihren Erfolg belegen, ist das Unternehmen optimistisch, dass sie eine ähnliche Wirkung wie andere KI-Marketinginitiativen haben wird.

„Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass alles, was wir mit KI machen, doppelt so viel Engagement erzeugt wie alle anderen von uns erstellten Inhalte“, sagt er mir.

Es erreicht auch neue Zielgruppen – 60 % derjenigen, die sich an früheren KI-Marketinginitiativen beteiligt haben, waren zuvor noch nicht über andere digitale Kanäle wie soziale Medien mit der Marke in Kontakt gekommen.

Ein wachsender Trend

Sicher ist, dass die Begeisterung, die Coca-Cola für diese transformative Technologie an den Tag legt, ein Hinweis auf umfassendere Trends im Marketing ist. Da die Technologie immer leistungsfähiger und verbreiteter wird, gehe ich davon aus, dass noch mehr Unternehmen sie für kreative Initiativen zur Kundenbindung einsetzen werden.

Die Möglichkeiten sind nahezu endlos – personalisierte Marketingkampagnen, bei denen Anzeigen und Werbeaktionen speziell auf einzelne Kunden und deren Interessen ausgerichtet sind, sind leicht vorstellbar.

Aufgrund seiner Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit ist es unwahrscheinlich, dass seine Nutzung auf globale Unternehmen in der Größenordnung von Coca-Cola beschränkt bleibt. Es dürfte für Unternehmen jeder Größe, die nach innovativen Möglichkeiten suchen, mit ihren Fans und Kunden zu interagieren, ein immer wertvollerer und fruchtbarerer Kanal für die Einbindung des Publikums werden.

Markenherausforderungen und -werte

Trotz der klaren Chancen gibt es natürlich auch eine Reihe von Herausforderungen und ethischen Überlegungen. Für Marken wie Coca-Cola kann es zu Reputationsschäden kommen, wenn die Technologie beispielsweise in einer Weise eingesetzt wird, die negative Assoziationen hervorruft.

Zu diesem Zweck hat Coca-Cola dafür gesorgt, dass es über eine Reihe von „Leitplanken“ verfügt, die verhindern, dass seine Werkzeuge auf bestimmte Weise missbraucht werden.

Das Tool erlaube beispielsweise die Verwendung bestimmter Wörter nicht, sagt Careaga.

„Es gibt einige Filter, um sicherzustellen, dass die Karten die Markenwerte widerspiegeln, denn Sie können sich vorstellen, dass Sie, wenn Sie einfach keinen Schutz einrichten, an vielen Orten landen könnten, an denen Sie nicht sein möchten.“ Hinter der KI stehen also einige Tools, die Sie filtern können, um Inhalte zu vermeiden, die nicht zur Marke passen.

Die Zukunft des generativen KI-Marketings?

Mit Blick auf die Zukunft ist mir klar, dass KI eine wichtige Rolle dabei spielen wird, wie Vermarkter Verbindungen zwischen Marken und Zielgruppen aufbauen. Die Möglichkeit, personalisierte Inhalte zu erstellen, sowie die Effizienz und Skalierbarkeit machen es zu einer leistungsstarken Technologie mit vielen praktischen Auswirkungen.

Allerdings ist es ein Weg, der vorsichtig beschritten werden muss. KI-Unternehmen selbst haben mehrfach nach hinten losgegangen. Jeder, der generative KI-Tools schon seit einiger Zeit verwendet, weiß, dass sie oft alles andere als perfekt sind und dass ihr Potenzial, zu halluzinieren oder zu scheitern, bei unzureichend vorsichtigen Werbetreibenden leicht zum Ärgernis führen kann.

All dies erfordert ein sorgfältiges Vorgehen. Die Tatsache, dass KI weiterhin auf immer innovativere und kreativere Weise in Marketingstrategien eingesetzt wird, dürfte sich jedoch kaum ändern.

Am interessantesten ist, dass es Marken und Vermarktern die Möglichkeit bietet, interaktivere und ansprechendere Beziehungen aufzubauen. Die Rolle des „Konsumenten“ war schon immer mit Passivität verbunden, aber wir hoffen, dass die generative KI uns die Möglichkeit gibt, eine aktivere Rolle in der Beziehung zu spielen.

Dies könnte weitreichende Auswirkungen auf die Dynamik zwischen Marken und Verbrauchern haben, und ich bin gespannt, wohin uns das führt.

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