Ein Psychologe erklärt die Wissenschaft des „Hunger“-Phänomens

By | January 3, 2024

Haben Sie sich schon einmal unerklärlicherweise gereizt gefühlt und andere ohne ersichtlichen Grund angeschnauzt, nur um später festzustellen, dass Sie einfach nur hungrig waren? Dieses Phänomen, im Volksmund „Hunger“ genannt, ist ein einzigartiger emotionaler Zustand, in dem Hunger und Wut aufeinanderprallen und einen perfekten Sturm der Gereiztheit erzeugen.

Hunger ist nicht nur ein physiologisches Bedürfnis; es hängt mit unserem emotionalen Wohlbefinden zusammen. Die Wechselwirkung zwischen Hunger und Emotionen kann komplex sein und unter den richtigen Bedingungen zu Hungergefühlen führen. Es ist wichtig zu erkennen, dass Hunger keine typische Wut ist, sondern ein ausgeprägter emotionaler Zustand, der durch Hunger ausgelöst wird und dessen Folgen tiefgreifend sein können.

Im Gegensatz zu normaler Wut sind die Emotionen des Hungers oft verstärkt und, was noch wichtiger ist, vorübergehend. Die Auswirkungen von Hunger auf den emotionalen Zustand sind vorübergehend, können jedoch erhebliche Auswirkungen auf persönliche Beziehungen, Produktivität und allgemeines Wohlbefinden haben. Das Erkennen dieser Konsequenzen ist der erste Schritt, um die Dringlichkeit eines proaktiven Umgangs mit Hungergefühlen zu verstehen.

Hier sind drei wissenschaftlich fundierte Gründe, warum wir uns „hungrig“ fühlen.

1. Ein Aufeinandertreffen interner Signale und externer Reize

Eine Studie aus dem Jahr 2019 legt nahe, dass die Intensität Ihres „Hungers“ durch das Zusammenspiel von Interozeption – der Wahrnehmung der inneren Signale unseres Körpers – und dem Umweltkontext beeinflusst wird. Unser Gehirn empfängt ständig Signale vom Körper, darunter auch Hungersignale. Die Art und Weise, wie wir diese Hinweise interpretieren und darauf reagieren, wird jedoch von externen Faktoren beeinflusst.

Unmittelbar nach dem Einsetzen des Hungers auftretende negative Reize können „Hunger“ auslösen, emotionale Reaktionen verstärken und das Gesamterlebnis intensivieren, sodass wir in die Hungerzone geraten.

Das Verständnis dieses Hin und Her zwischen internen Hinweisen und externem Kontext liefert eine Erklärung dafür, warum Menschen dem „Hunger“ erliegen können. Es unterstreicht, wie wichtig es ist, in Zeiten des Hungers ein positives Umfeld zu schaffen und mit emotionalen Reizen umzugehen, um die Wahrscheinlichkeit von Hungerreaktionen zu verringern.

2. Das Auf und Ab interozeptiver Variationen

Das Spektrum der interozeptiven Fähigkeiten verleiht dem Phänomen Hunger eine faszinierende Dimension und verdeutlicht die unterschiedliche Art und Weise, wie Menschen Hungersignale wahrnehmen und darauf reagieren:

  1. Personen mit hoher Interozeptivität Sie haben ein größeres Bewusstsein für ihren Körper, wodurch sie frühe Anzeichen von Hunger erkennen und proaktiv auf ihre Bedürfnisse eingehen können, bevor sie in einen Zustand intensiver Reizbarkeit verfallen. Ihre Fähigkeit, subtile physiologische Veränderungen zu erkennen, verschafft ihnen einen Vorteil bei der Bewältigung hungerbedingter Emotionen und trägt zu einem ausgeglicheneren emotionalen Zustand bei.
  2. Auf der anderen Seite diejenigen mit schlechte interozeptive Fähigkeiten Sie sind benachteiligt und nehmen ihren Hunger oft erst gar nicht wahr, bis er sie überwältigt. Diese Verzögerung beim Erkennen kann zu einem plötzlichen Anfall von Gereiztheit führen und die Betroffenen unvorbereitet treffen.

Die Faktoren, die die Interozeption beeinflussen, sind vielfältig und umfassen Genetik, Umwelteinflüsse, die Achtsamkeitsfähigkeit einer Person und die Vorgeschichte von Essstörungen. Beispielsweise kann es bei Personen mit einer chronischen Diätgeschichte zu Veränderungen in der Wahrnehmung von Hunger kommen, was ihre Anfälligkeit für „Hunger“ noch verstärkt.

Das Verständnis dieser Unterschiede in den interozeptiven Fähigkeiten bietet uns eine mitfühlende Linse, durch die wir Hungerreaktionen betrachten können. Es unterstreicht, wie wichtig es ist, Achtsamkeit zu kultivieren, eine Verbindung mit den inneren Signalen Ihres Körpers zu fördern und die verschiedenen Faktoren zu erkennen, die zu individuellen Unterschieden in der Wahrnehmung von Hunger beitragen.

3. Körperdesign und hormonelle Faktoren

Unser Hungerinstinkt ist das Ergebnis unzähliger Interaktionen zwischen bestimmten Regionen des Gehirns und hormoneller Dynamik, die mit erhöhten emotionalen Zuständen, insbesondere Wut, verbunden sind. Schwankungen des Blutzuckerspiegels, ausgelöst durch Fastenphasen oder unregelmäßige Essgewohnheiten, können die Stimmung beeinträchtigen und das Gefühl der Reizbarkeit verstärken.

Darüber hinaus beeinflussen Hormone wie Ghrelin, das als „Hungerhormon“ bekannt ist, unseren Appetit und unsere emotionalen Reaktionen, wie aus einer Vielzahl bestehender Forschungsergebnisse hervorgeht. Seine Sekretion ist ein fein abgestimmter Prozess mit individuellen Variationen, die zu unterschiedlichen Hungermustern beitragen. Vor allem dünnere Personen und Frauen, die sozialem Stress ausgesetzt sind, können eine erhöhte Ghrelin-Ausschüttung aufweisen, was das Zusammenspiel von Hormonen und Emotionen noch komplexer macht.

Das Verständnis der physiologischen Grundlagen des Hungers macht deutlich, dass es sich nicht nur um einen vorübergehenden Geisteszustand handelt, sondern um das Ergebnis komplizierter neuronaler und hormoneller Prozesse. Das Erkennen der Rolle von Hormonen wie Ghrelin ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz zur Kontrolle des Hungers. Der Ausgleich dieser physiologischen Faktoren durch regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten und achtsame Essgewohnheiten kann Emotionen regulieren und die Wahrscheinlichkeit eines Hungergefühls minimieren.

Abschluss

Das Verständnis der vielfältigen Natur des Kleiderbügels liefert wertvolle Informationen zur Bewältigung und Vorbeugung dieses einzigartigen emotionalen Zustands. Indem Sie das Zusammenspiel von physiologischen, psychologischen und umweltbedingten Faktoren erkennen, können Sie proaktive Maßnahmen ergreifen, um den Hunger schnell zu bekämpfen und ein positives Umfeld zu schaffen, um letztendlich „Gänsefallen“ zu vermeiden und das emotionale Wohlbefinden zu fördern.

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