Wie Sie mit Ihrem Hund oder Ihrer Katze die „Sprachbarriere zwischen Mensch und Haustier“ überwinden können

By | December 13, 2023

Der Mensch hat zu bestimmten Tieren eine außergewöhnliche Bindung aufgebaut. Diese Bindung ist das Produkt jahrelanger Koevolution, die zu einem tiefen, nonverbalen Verständnis zwischen uns und unseren Haustieren geführt hat. Wir teilen unser Leben, unser Zuhause und oft auch unsere Gefühle mit diesen Tieren. Die Tatsache, dass sich zwei Drittel der US-Haushalte für ein Haustier entscheiden, ist ein Beweis für diese Mensch-Tier-Verbindung.

Einige Studien zeigen sogar, dass die Haltung eines Haustiers für Menschen mit psychischen Problemen eine Veränderung bedeuten kann. Beispielsweise berichtete eine Studienteilnehmerin, dass ihr Hund ihren Kummer spüren konnte, als sie weinte, und sich dazu entschied, sich neben sie zu legen und „ihre Tränen zu lecken“.

Hunde und Katzen sind die beliebtesten Haustiere in den USA, wobei Hunde in puncto Beliebtheit Katzen leicht übertreffen. Diese Bevorzugung von Hunden gegenüber Katzen wird oft auf die bedingungslose Liebe und Kameradschaft zurückgeführt, die Hunde bieten, und steht im Einklang mit den Vorteilen für die psychische Gesundheit, die sie bieten, wie z. B. der Förderung körperlicher Aktivität und der Zeit im Freien für ihre Haustiere. Katzen hingegen sind für ihre stressreduzierenden Eigenschaften bekannt und bieten eine andere Art von Gesellschaft, die viele als ebenso lohnend empfinden.

Das Erkennen und Reagieren auf diese einzigartigen Eigenschaften unserer Haustiere ist entscheidend für die Stärkung unserer Bindung zu ihnen.

Ihr Hund braucht einen nachdrücklicheren Kommunikationsstil

Hundebesitzer behaupten manchmal, dass ihre Hunde die menschliche Sprache verstehen. Das ist nicht ganz falsch, aber die Wissenschaft sagt uns, dass es wahrscheinlich nicht an den Worten liegt, die sie verstehen, sondern an den Emotionen dahinter.

Eine Studie aus dem Jahr 2020, veröffentlicht in Grenzen in der Psychologie fanden heraus, dass Hunde die Gefühle ihrer menschlichen Partner aufgreifen und teilen können, insbesondere wenn sie eine lange, enge Beziehung haben. Die Studie maß die Herzfrequenzvariabilität von Hunden und Besitzern und stellte fest, dass sie sich unter Stressbedingungen synchronisierten. Dies deutet darauf hin, dass Hunde sich in Menschen hineinversetzen können und umgekehrt.

Laut der Studie können Hunde die emotionalen Zustände ihrer menschlichen Partner wahrnehmen und darauf reagieren, indem sie verschiedene Signale nutzen, wie zum Beispiel:

  • Gesichtsausdrücke
  • Körpersprache
  • Stimme
  • Berühren

Wenn Sie mit Ihrem Hund sprechen, sollten Sie versuchen, diese Tipps zu nutzen, um Ihre Gefühle klar und konsistent zu vermitteln. Beispielsweise könnten Sie lächeln und eine hohe Stimme verwenden, wenn Sie Ihren Hund loben, oder die Stirn runzeln und eine tiefe Stimme verwenden, wenn Sie Ihren Unmut ausdrücken. Sie können auch körperlichen Kontakt wie Streicheln, Umarmen oder Schmusen nutzen, um Ihre Zuneigung auszudrücken oder Ihren Hund zu trösten. Indem Sie nachdrücklicher vorgehen, können Sie Ihrem Hund helfen, Ihre Absichten und Erwartungen zu verstehen und Ihre Bindung zu ihm zu stärken.

Katzen reagieren besser, wenn Sie sie nachahmen

Im Gegensatz zu Hunden sind Katzen in ihrem emotionalen Ausdruck subtiler und zeigen nicht immer offensichtliche Anzeichen von Kummer oder Glück. Daher sollten Sie nicht erwarten, dass Ihre Katze auf Ihre emotionalen Signale genauso reagiert wie Ihr Hund oder die gleichen Gefühle zeigt wie Sie.

Katzen haben ihre eigenen Persönlichkeiten und Vorlieben und möchten nicht immer mit Ihnen interagieren oder Ihren Befehlen folgen. Indem Sie die Autonomie und Individualität Ihrer Katze mehr respektieren, können Sie ihr helfen, eine positive, vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen aufzubauen.

Eine Überprüfung quantitativer Studien aus dem Jahr 2021 ergab, dass Katzen bei der Interaktion mit Menschen möglicherweise einige der gleichen Signale verwenden, die sie auch bei anderen Katzen verwenden, wie zum Beispiel:

  • Den Schwanz in eine vertikale Position heben als Zeichen freundlicher Absichten
  • Reibe deinen Kopf, um Menschen mit deinem Duft zu markieren
  • Schließen Sie langsam Ihre Augen, um Entspannung und Selbstvertrauen zu signalisieren
  • Miauen und Schnurren, um Aufmerksamkeit oder Essen zu erbitten

Interessanterweise können Katzen bei Menschen häufiger Laute äußern als bei anderen Katzen, und sie können die Tonhöhe und Intensität ihrer Rufe variieren, um unterschiedliche Botschaften zu übermitteln. Katzen können ihr Verhalten auch an die Stimmung, Persönlichkeit und Vorlieben des Menschen anpassen. Beispielsweise können Katzen häufiger Laute äußern und sich an einem depressiven Besitzer reiben oder mehr Interaktionen mit einer weiblichen oder älteren Besitzerin initiieren.

Wenn Sie mit Ihrer Katze sprechen, sollten Sie versuchen, auf diese Signale zu achten und entsprechend zu reagieren. Zum Beispiel:

  • Erwidern Sie langsames Blinzeln, um Ihrer Katze zu zeigen, dass Sie ihr vertrauen
  • Verwenden Sie eine sanfte Stimme und sanfte Berührungen, um Ihre Katze zu beruhigen
  • Heben Sie Ihre Augenbrauen oder neigen Sie Ihren Kopf, um Neugier oder Interesse auszudrücken

Abschluss

Hunde und Katzen interagieren auf einzigartige Weise mit Menschen, was ihre evolutionären Ursprünge widerspiegelt. Katzen sind im Allgemeinen distanziert und unabhängig und lassen sich von unseren emotionalen Ausdrucksformen nicht so leicht beeinflussen, während Hunde sehr empfänglich für nachdrückliche Kommunikation sind. Um eine stärkere Bindung zu unseren Haustieren aufzubauen, ist es wichtig, diese Unterschiede zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Denken Sie daran, dass eine effektive Kommunikation mit Tieren manchmal ein langer Prozess sein kann, aber sie bietet eine lohnende Gesellschaft und einen faszinierenden Einblick in ihre reine, stille Welt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *